Wohnhaus 'Siebeneichen', ehemalige Mühle. 1376 urkundlich erwähnt. Der jetzige Bau trägt die Jahreszahl 1741.
Ausserordentlich prachtvoller zweigeschossiger Fachwerkbau, Südseite eternitverkleidet. Giebeldach mit breitem Quergiebel an der Nordseite. Regelmässige Fensteranordnung. Stockwerkweise abgebunden, mit doppeltem Rähm über dem Mauersockel, dem Erdgeschoss und zwischen Obergeschoss und Zwerchgiebel. Sehr kleinteiliger Riegel mit symmetrischer bezugsreicher Anordnung der Hölzer. Bemerkenswerte Zierelemente vor allem an den Fensteröffnungen (profilierte Fenstereinfassungen).
Das Haus besitzt einen hohen Situationswert. An der Nordseite ist ihm ein kleiner Hügelzug vorgelagert, so dass es erst von kurzer Distanz als überraschender Akzent in der Landschaft wahrgenommen wird. Ähnliches gilt für die Südansicht. Zu beachten ist auch die Sperrstellung des Hauses an der Strasse (giebelständig gegen eine leichte Kurve vorgeschoben) und seine Gruppenbildung mit den umliegenden Wirtschaftsbauten. Zwischen Hügel und Bach sollten längs der Strasse Neubauten vermieden werden.
1987 Dachausbau gegen Süden.
Dokumentation: Bauernhausforschung im Kanton Thurgau. Grundlagenkartei. Verfasst von Erika Tanner, ca. 1986-1998 (Deponiert im Amt für Denkmalpflege); mit weiterführenden Angaben. - Nater, Hans. Die alten Mühlen im Thurgau. Weinfelden 1971, S. 6. - Koch, Walter. 68 Höfe, Weiler und Dörfer der Gemeinde Egnach. Verkehrs- und Verschönerungsverein Egnach. Egnach 1996, S. 81-84. - Rüegger, Peter. Bauernhäuser der Gemeinde Egnach. Winterthur 1977/2006, S. 12.
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