| Gemeinde | Kreuzlingen | ||
| Ortsgemeinde 1970 | Kreuzlingen | ||
| Siedlung | Kreuzlingen | ||
| Flurnamengebiet | Seminar | ||
| Namenbuch | Seminar, Burgerfäld, Felse | ||
| Strasse | Hauptstrasse 87 | ||
| Assek-Nr. | 39/4-0250 | ||
| Parzelle | 337 | ||
| Schutzziele | Eigenwert: Zu erhalten und zu pflegen ist die Substanz des Gebäudes, das insgesamt von überragender kulturhistorischer Bedeutung ist. Substanziell zu erhalten sind im Äusseren die für den Gesamtbau charakteristischen Konstruktions- und Gestaltungselemente. Substanziell zu erhalten sind im Inneren die historischen Oberflächen und Ausstattungselemente in ihrer Materialität und Formensprache. Denkmalgerechte Anpassungen sind möglich. Schutzumfang: Die Detaillierung des Schutzumfangs ist anhand eines konkreten Bau- oder Veräusserungsvorhabens mit dem Amt für Denkmalpflege sowie der Gemeinde zu definieren. Situationswert/Umgebung: Zu erhalten und zu pflegen ist die ortsbauliche Situation mit ihrer charakteristischen Umgebung, in welcher das wertvolle Objekt wirkt und wahrgenommen wird. | ||
| Nutzungsplanung | Umgebungsschutzzone, ÖREB-Kulturobjekt | ||
| Ortsbildinventar nach ISOS | |||
| Koord. Ost | 2730770 | Koord. Nord | 1278680 |
| Heutige Nutzung | Seminar | ||
| Ursp. Nutzung | |||
| Gebäudename | Ehemaliges Augustinerkloster | ||
| Schutzstatus | Schutz rechtskräftig | ||
| Aktuelle Einstufung | besonders wertvoll, Erstes Inventar | 1993 | |
| Link zu den Einstufungskategorien | |||
| Instanz | Verzeichnis | Eintrag | Datum |
|---|---|---|---|
| Bund | Kulturgüterinventar KGS | A-Objekt | 13.10.2021 |
| Gemeinde | Einzelverfügung | 14.07.2017 | |
| Bund | Schutzliste Bundesamt für Kultur (BAK) | Dienstbarkeit | 14.02.1967 |
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Ehem. Augustiner-Chorherrenstift, heute Pädagogische Maturitätsschule, ab 1665 erstellt, in Teilen 1963-67 nach Brand wieder aufgebaut. Z-Förmige Gebäudeanlage südöstlich der Kirche. Alle Fassaden durch eine regelmässige Befensterung gegliedert, z.T. mit Ziergittern oder Jalousieklappläden versehen. Im EG der SW-Fassade des südlichen Traktes eine Reihe von Ochsenaugen mit Sandsteingewänden und reich verzierten Ziergittern. Fassaden mit Abrieb verputzt, Sockel grau abgesetzt. Im Mitteltrack (SO) zum Klosterhof das segmentbogige Hauptportal mit reich verziertem Sandsteingewände mit floralem Schlussstein, profilierten Gewänden, mit Pilastern, Architrav und verkröpfter profilierter Verdachung. Darauf verzierte Sandsteinvasen. In der Mitte über dem Portal eine Wappenkartusche aus Sandstein. In der Nordwestfassade modernes zweiflügliges Bronceportal. Dachdeckung mit Biberschwanzziegeln, auf den Dachflächen gleichmässige angeordnete Schlepp- oder Giebelgauben. Am Mitteltrakt gegen NO eine Altane mit Terrasse, Brüstung mit Vasenbalustern. Inneres mit dichtem Bestand an zeittypischer, qualitätvoller Ausstattung. Klosteranlage steht auf flachem Hügelzug und breitet sich entlang der Hauptstrasse aus. Zwischen Kirche und Verwaltungsflügel zur Hauptstrasse hin offener Kreuzganghof. Gegen Osten weiterer Innenhof, der zur modernen Schulanlage im Norden überleitet. 1665-1668 Neubau des Konvent- und Prälaturflügel, 1671 Neubau des Gästeflügels, 1684-1686 Neubau des Bibliothekflügels. Um 1750 und 1761/62 eingreifende Umbauten unter Abt Prosper Donderer. 1848 Aufhebung des Klosters und Umnutzung zum Lehrerseminar. 1855 Abbruch des Bibliothekflügels. 19./20. Juli 1963 Brand der Kirche und der angrenzenden Konventsbauten, 1963-1967 Wiederaufbau unter Ausklammerung völlig zerstörter Räume. Das Gebäude zählt aufgrund seiner geschichtlichen, gestalterischen und ortsbaulichen Eigenschaften zu den bedeutenden Bauten am Ort. Dokumentation: Güntert, Gabriela. Sie bauten den Thurgau: Die Architekten Brenner. Denkmalpflege im Thurgau 6. Frauenfeld 2004. Nr. 12. - Müller, Ernst (Hg.). Der Thurgau in alten Ansichten. Druckgraphiken von 1500 bis um 1880. Frauenfeld 1992. Nr. 495ff. - Keller, Stefan/Stark, Barbara/Meile, Felicitas. Eine Landschaft erzählt. Bilder vom Bodensee aus der Sammlung Hans E. Rutishauser. Hg. Reinhart, Heinz. Sulgen 2013, S. 51, 110-111. - Schmid, August. Das Bürgerhaus in der Schweiz, XIX. Band, Zürich 1928, Tafel 70. - Erni, Peter/Raimann, Alfons. Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau. Band 7: Der Bezirk Kreuzlingen I. Die Stadt Kreuzlingen. Bern 2009. S. 29, 64-193. - Hux, Angelus. Sie schickten Frauenfeld in alle Welt. Die Fotografen und Kartenverleger Carl und Gottwalt Walder. Frauenfeld 2018, S. 184. - Brandkataster Staatsarchiv TG. - Vereinigung Heimatmuseum Kreuzlingen / Katholische Kirchgemeinde Kreuzlingen (Hg.). Kreuzlinger Häuser II. Kreuzlingen 1954, S. 3-19. - Kanton Thurgau (Hg.). Thurgauische Volksabstimmung vom 27. September 1964. Frauenfeld 1964, S. 3-22. - Frick, Gerhard. Jahresheft der Altgymnastika und der Ehemaligen des Seminars Kreuzlingen 1964. Kreuzlingen 1964. |