| Gemeinde | Märstetten | ||
| Ortsgemeinde 1970 | Märstetten | ||
| Siedlung | Märstetten-Dorf | ||
| Flurnamengebiet | Märstetten-Dorf | ||
| Namenbuch | Lindehof, Chelegass, Spatzehof, Groofehof, Eggescheid, Hesselöchli, Im hooche Huus, Märstette, Hooetwiel, Chirchgass, Winggel, Underdorf, Gärbi, Wingärtli, Wäbergass, Braati, Boonagger, Bronewise, Oberi Hueb, Underi Hueb, Spilwis, Rüüti, Schnägge, Puuregarte, Pünt, Mashölterli, Halde, Dorfbach, Chollgarte, Wetti, Tümpfel, Sandegg, Punt, Ööli, Hueb | ||
| Strasse | Dorfstrasse 10 | ||
| Assek-Nr. | 42/1-0164 | ||
| Parzelle | 56 | ||
| Schutzziele | Eigenwert: Zu erhalten und zu pflegen ist die Substanz des Gebäudes, das insgesamt von überragender kulturhistorischer Bedeutung ist. Substanziell zu erhalten sind im Äusseren die für den Gesamtbau charakteristischen Konstruktions- und Gestaltungselemente. Substanziell zu erhalten sind im Inneren die historischen Oberflächen und Ausstattungselemente in ihrer Materialität und Formensprache. Denkmalgerechte Anpassungen sind möglich. Schutzumfang: Die Detaillierung des Schutzumfangs ist anhand eines konkreten Bau- oder Veräusserungsvorhabens mit dem Amt für Denkmalpflege sowie der Gemeinde zu definieren. Situationswert/Umgebung: Zu erhalten und zu pflegen ist die ortsbauliche Situation mit ihrer charakteristischen Umgebung, in welcher das wertvolle Objekt wirkt und wahrgenommen wird. | ||
| Nutzungsplanung | Dorfzone 2, ÖREB-Kulturobjekt | ||
| Ortsbildinventar nach ISOS | Gebiet 1 (A-Gebiet), Einzelelement 1.0.13 (Schützenswertes Einzelelement) | ||
| Koord. Ost | 2722491 | Koord. Nord | 1272489 |
| Heutige Nutzung | Wohnhaus | ||
| Ursp. Nutzung | Herrenhaus | ||
| Gebäudename | Alter Löwen, Lindenmannsches Haus | ||
| Schutzstatus | Schutz rechtskräftig | ||
| Aktuelle Einstufung | besonders wertvoll, Ordentliche Revision | 2015 | |
| Link zu den Einstufungskategorien | |||
| Erstes Inventar | 1987 | ||
| Instanz | Verzeichnis | Eintrag | Datum |
|---|---|---|---|
| Bund | Kulturgüterinventar KGS | B-Objekt | 13.10.2021 |
| Gemeinde | Schutzplan Natur- und Kulturobjekte | 04.05.2004 |
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Herrenhaus, 1805 erbaut, mit älterem Kern. Dreigeschossiger, stattlicher Mansardwalmdachbau in spätbarocken Formen mit reichem und kunstvollem Fachwerk über massivem, sockelartigem Erdgeschoss. Nordseitiger Haupteingang mit geschwungenem Walmdachvordach. Zugang zum Lagerkeller von Osten durch ein zweiflügeliges korbbogiges Holztor mit vierfeldrigen Rahmentüren. Strassenseitige Hauptfassade an den Obergeschossen regelmässig und dicht durchfenstert. Zierfachwerk beider Geschosse unterschiedet sich vor allem in der Gestaltung der Brüstungsfelder, unten dominieren andreasdurchkreuzte, darüber geschweifte Rauten. Fenster mit Jalousienläden. Westfassade mit unregelmässigem Fachwerk und auffälliger Baunaht. An beiden Obergeschossen der Südfassade lange Laubengänge mit Bretterbalustraden, die Westabschlüsse teilweise verbreitert, bretterverschalt und befenstert. Mansardwalmdach mit Aufschieblingen, zahlreichen Giebelgauben und bretterverschalten Dachuntersichten. Inneres mit reicher, historischer Ausstattung. Nicht unterkellert. Bauzeitliche Dachkonstruktion. Das ecklagige, herrschaftliche Gebäude steht hinter schmalem, gepflastertem Vorplatz auf der Strassensüdseite. Dominanter Baukörper in zentraler Lage. Zwischem zugehörigem, westlichen Ökonomiegebäude schmaler, gepflasterter Durchgang. Nach Süden gepflegte Gartenanlage. Kubatur auf Sulzberger-Karte von 1828/34 und Siegfried-Karte von 1880 nachweisbar. 1805 als Herrenhaus mit Scheune, Ofenhaus und Schopf erbaut, Holzsturz des ostseitigen Tores bezeichnet 1805. 1861 bis 1907 durch Kaufmänner bewohnt. Ab 1918 südliches Waschhaus mit Wohnung ausgestattet. 1981 noch mit grossflächigen Schaufenstern in der Sockelzone. Sockelzone jetzt unregelmässig mit unterschiedlichen Formaten durchfenstert. 2011 Renovierung mit Beiträgen des Amtes für Denkmalpflege Thurgau. Das Gebäude zählt aufgrund seiner geschichtlichen, gestalterischen, handwerklichen und ortsbaulichen Eigenschaften sowie seiner kunstvollen Ausstattung zu den bedeutendsten Bauten am Ort. Dokumentation: Brandkataster Staatsarchiv TG. - Amt für Denkmalpflege, Archiv. - Hilarius. Red. Eugen Alder. Hrsg. Bürgergemeinde Märstetten. Nr. 39. Märstetten 1978, o.S. - Trippel, Jürg. Drei interessante Gartenanlagen in Märstette. In: Hilarius, Nr. 82 (2021), S. 7. Bauernhausforschung im Kanton Thurgau. Grundlagenkartei. Verfasst von Erika Tanner, ca. 1986-98 (Amt für Denkmalpflege); mit weiterführenden Angaben. |