| Gemeinde | Märstetten | ||
| Ortsgemeinde 1970 | Märstetten | ||
| Siedlung | Märstetten-Dorf | ||
| Flurnamengebiet | Märstetten-Dorf | ||
| Namenbuch | Lindehof, Chelegass, Spatzehof, Groofehof, Eggescheid, Hesselöchli, Im hooche Huus, Märstette, Hooetwiel, Chirchgass, Winggel, Underdorf, Gärbi, Wingärtli, Wäbergass, Braati, Boonagger, Bronewise, Oberi Hueb, Underi Hueb, Spilwis, Rüüti, Schnägge, Puuregarte, Pünt, Mashölterli, Halde, Dorfbach, Chollgarte, Wetti, Tümpfel, Sandegg, Punt, Ööli, Hueb | ||
| Strasse | Kirchgasse 14.2 | ||
| Assek-Nr. | 42/1-0038 | ||
| Parzelle | 78 | ||
| Schutzziele | Eigenwert: Zu erhalten und zu pflegen ist die Substanz der Kirche, die insgesamt von überragender kulturhistorischer Bedeutung ist. Substanziell zu erhalten sind im Äusseren die für den Gesamtbau charakteristischen Konstruktions- und Gestaltungselemente. Substanziell zu erhalten sind im Inneren die historischen Oberflächen und Ausstattungselemente in ihrer Materialität und Formensprache. Denkmalgerechte Anpassungen sind möglich. Schutzumfang: Die Detaillierung des Schutzumfangs ist anhand eines konkreten Bau- oder Veräusserungsvorhabens mit dem Amt für Denkmalpflege sowie der Gemeinde zu definieren. Situationswert/Umgebung: Zu erhalten und zu pflegen ist die ortsbauliche Situation mit ihrer charakteristischen Umgebung, in welcher das wertvolle Objekt wirkt und wahrgenommen wird. | ||
| Nutzungsplanung | ÖREB-Kulturobjekt | ||
| Ortsbildinventar nach ISOS | Gebiet 1 (A-Gebiet), Einzelelement 1.0.4 (Schützenswertes Einzelelement) | ||
| Koord. Ost | 2722631 | Koord. Nord | 1272744 |
| Heutige Nutzung | Evangelische Kirche | ||
| Ursp. Nutzung | |||
| Gebäudename | St. Jakob | ||
| Schutzstatus | Schutz rechtskräftig | ||
| Aktuelle Einstufung | besonders wertvoll, Ordentliche Revision | 2015 | |
| Link zu den Einstufungskategorien | |||
| Erstes Inventar | 1987 | ||
| Instanz | Verzeichnis | Eintrag | Datum |
|---|---|---|---|
| Bund | Kulturgüterinventar KGS | A-Objekt | 13.10.2021 |
| Gemeinde | Schutzplan Natur- und Kulturobjekte | 04.05.2004 | |
| Bund | Schutzliste Bundesamt für Kultur (BAK) | Dienstbarkeit | 05.07.1982 |
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Kirche St. Jakob, im Kern wohl 13./14. Jh., Erweiterung und Turmoberbau 1487-89. Romanische Chorturmkirche mit westlichem, verputztem Satteldachbau und östlichem Turm mit Aufschieblingen am hohen Pyramidendach. Ostwand des unregelmässig durchfensterten Saalraums mit spätgotischen Wandfresken und unprofiliertem rundbogigem Triumphbogen, klassizistischer Stuckdecke und westlichem Emporeneinbau mit Orgel. Turmchorgewölbe mit einfach gefasten Rippen. Ausstattung im Wesentlichen aus der Zeit von 1790 bis 1954. Der Kirchenbau liegt umgeben vom ummauerten Friedhof erhaben in Hanglage und bildet eine wichtige Dominante am nördlichen Rand des Dorfes. Über Jahrhunderte spirituelles Zentrum des Dorfes. Am ehemaligen Pilgerweg von Konstanz nach Einsiedeln gelegen. Erstmals belegt 1155. Turmchor frühestens 13./14. Jh. Neuweihe 1465 nach erweiternden Umbauten. 1489 nach Westen verlängert und Turmoberbau. Sakristeianbau 1505. 1801 Einbau Turmuhr. 1808 Anbringung Sonnenuhr. Ab 1972 diverse Restaurierungen mit Beiträgen des Amtes für Denkmalpflege Thurgau. Renovierung 1929 und 1954, dabei Turmuhr mit vier Zifferblättern und Geläut erneuert, Schallarkaden verdoppelt und Chorglasgemälde von Lucie Scherrer. 1975 Freskenfreilegung und Renovierung der Raumschale. 1994/95 Aussenrestaurierung Kirchturm. 2006 Restaurierung Grabmal Kesselring mit Beiträgen des Amtes für Denkmalpflege Thurgau. 2015 Innenrestaurierung der Wandmalereien und Stuckdecke mit Beiträgen des Amtes für Denkmalpflege Thurgau. Dendrochronologische Datierung: Dach Kirchenschiff 1463/64 und 1790/91 (Reparatur), Turm Geschosslage 1495/96. Das Gebäude zählt aufgrund seiner geschichtlichen, gestalterischen, handwerklichen und ortsbaulichen Eigenschaften sowie aufgrund seiner Ausstattung sowie hervorragender Situation zu den bedeutendsten Bauten am Ort. Dokumentation: Thurgauer Zeitung, 24. Juli 1954. - Thurgauer Tagblatt, 12. Dez. 1954. - Hilarius. Red. Eugen Alder. Hrsg. Bürgergemeinde Märstetten. Nr. 16. Märstetten 1955, o.S. - Kunstführer durch die Schweiz. Hg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 1. Wabern 1971. S. 635. - Thurgauer Zeitung, 21. Febr. 1975. - Thurgauer Tagblatt, 26. Febr. 1975. - Thurgauer Zeitung, 20. Dez. 1975. - Thurgauer Tagblatt, 20. Dez. 1975. - Hilarius. Red. Eugen Alder. Hrsg. Bürgergemeinde Märstetten. Nr. 40. Märstetten 1979, o.S. - Amt für Denkmalpflege, Budget-Berichte 1979, S. 66ff. und 1995, S. 51. - Kulturschätze im Thurgau entdecken und erleben. Bearbeitet von Cornelia Stäheli. Frauenfeld 2004, S. 178. - Hux, Angelus/Troehler, Alexander. KlangRäume. Kirchen und Orgeln im Thurgau. Frauenfeld 2007, S. 322-325. - Brandkataster Staatsarchiv TG. - modern bauen. Thurgauer Nachkriegsmoderne 1940-1980. Denkmalpflege im Thurgau 17. Basel 2015, S. 182-183. - Ducret, Madeleine et al. (Hg.). Schätze des Glaubens. Kostbarkeiten aus dem Besitz der thurgauischen Kirchgemeinden. Frauenfeld 1999, S. 129, 159, 162, 569, 600. - Hux, Angelus. Sie schickten Frauenfeld in alle Welt. Die Fotografen und Kartenverleger Carl und Gottwalt Walder. Frauenfeld 2018, S. 189. |