| Gemeinde | Weinfelden | ||
| Ortsgemeinde 1970 | Weinfelden | ||
| Siedlung | Weinfelden | ||
| Flurnamengebiet | Weinfelden | ||
| Namenbuch | Felseburg, Goldige Leue, Marmorhügel, Chappemacherburketshuus, Zum goldenen Leuen, Hecht, Schlossgass, Chäller, Räbstogg, Alter Truube, Schmitte, Underdorf, Neugass, Hirze, Hirsche, Harmonie, Heie, Heietobel, Wisetaal, Bleichi, Komitee, Under de Linde, Ufebeni, Turm, Truube, Chelegass, Hauptgasse, Braatehart, Breitehart, Obers Braatehart, Underem Eige, Underem Aage, Fäldgass, Schwemmi, Steihus, Städeli, Ruggegatter, Müliwise, Giesse, Chüpferlig, Chluppebach, Schwärzi, Pünt, Farbbrune, Wiifälde, Wasserschaft, Tälig, Unders Braatehart, Haffterhus, Aagehof, Banau, Badstube, Alebärg, Oberi Badstube, Underi Badstube | ||
| Strasse | Rathausstrasse 24 | ||
| Assek-Nr. | 70/0-0393 | ||
| Parzelle | 524 | ||
| Schutzziele | Eigenwert: Zu erhalten und zu pflegen ist die Substanz des Gebäudes, das im Äusseren von herausragender und im Inneren von überragender kulturhistorischer Bedeutung ist. Substanziell zu erhalten sind im Äusseren die für den Gesamtbau charakteristischen Konstruktions- und Gestaltungselemente. Substanziell zu erhalten sind im Inneren die historischen Oberflächen und Ausstattungselemente in ihrer Materialität und Formensprache. Denkmalgerechte Anpassungen sind möglich. Schutzumfang: Die Detaillierung des Schutzumfangs ist anhand eines konkreten Bau- oder Veräusserungsvorhabens mit dem Amt für Denkmalpflege sowie der Gemeinde zu definieren. Situationswert/Umgebung: Zu erhalten und zu pflegen ist die ortsbauliche Situation mit ihrer charakteristischen Umgebung, in welcher das wertvolle Objekt wirkt und wahrgenommen wird. | ||
| Nutzungsplanung | |||
| Ortsbildinventar nach ISOS | Umgebungszone IV (a-Umgebung), Einzelelement 0.0.16 (Hinweis) | ||
| Koord. Ost | 2725579 | Koord. Nord | 1269803 |
| Heutige Nutzung | Turnhalle Pestalozzi | ||
| Ursp. Nutzung | |||
| Gebäudename | |||
| Schutzstatus | Schutzentscheid pendent | ||
| Aktuelle Einstufung | wertvoll, Bereinigung | 2022 | |
| Link zu den Einstufungskategorien | |||
| Erstes Inventar | 2000 | ||
| Instanz | Verzeichnis | Eintrag | Datum |
|---|---|---|---|
| Bund | Kulturgüterinventar KGS | B-Objekt | 13.10.2021 |
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Turnhalle, erbaut 1900/01, nach Plänen von Ulrich Akeret. Langgestreckter, putzgegliederter Schopfwalmdachbau in historisierenden Formen mit Kniestock und angeschlepptem, nordöstlichen Anbau. Stark gegliederte und symmetrische Fassaden mit farbliche abgesetzten Gesimsen und genuteten Lisenen. Ostseitige, abwechslungsreich durchfensterte Eingangsfassade mit durch Stichbogenportal und dachgeschossigem Drillingsfenster betonter Mitte. Seitenpartien durch Lisenen abgesetzt und mit unter stichbogigen Backsteinbögen zusammengefassten Zwillingsfenster durchfenstert. Südseitige Längsfassade mittels Lisenen in fünf Felder gegliedert und durch rundbogige, hoch liegende Zwillingsfenster bzw. mittige Drillingsfenster belichtet. Nordfassade mit rhythmisierten Bogenfenstern in übergiebeltem Mittelrisalit, Giebelfeld 1900 bezeichnet und mit stuckierter Wappenkartusche. Westfassade stark gegliedert und bis auf Zwillingsfenster in der Giebelscheibe fensterlos. Inneres mit Teilen der historischen Ausstattung. Dachkonstruktion zeittypisches Hängewerk. Untergeschoss in Stampfbeton. Freistehende, stattliche Turnhalle steht rechtwinklig zum repräsentativen Pestalozzi-Schulhaus von 1840 im Ortskern. Dem ersten Schulhaus von Weinfelden zugehörige, westlich in zweiter Baureihe zurückversetzt im Grünbereich liegend. Durch Stellung und Gliederung als öffentliche Baute erkennbar. Die erste Weinfelder Turnhalle ist eng mit der Geschichte des Turnens ist Weinfelden verbunden. Auftrag der Schulgemeinde Weinfelden durch den Weinfelder Architekten Ulriche Akeret (1858-1921) erstellt. 1968 Innenum- und Ausbau durch Paul Roth, dabei Umbau und Modernisierung des Inneren sowie Anbau im Nordosten. 2012/13 Fenster- und Deckensanierung. Das Gebäude zählt aufgrund seiner geschichtlichen, gestalterischen und ortsbaulichen Eigenschaften zu den bedeutenden Bauten am Ort. Schutzziel: Zu erhalten und zu pflegen ist die Substanz der Turnhalle, die im Äusseren von herausragender und im Inneren von kulturhistorischer Bedeutung ist. Substanziell zu erhalten sind im Äusseren die für den Gesamtbau charakteristischen Konstruktions- und Gestaltungselemente. Substanziell zu erhalten sind im Inneren die historischen Oberflächen und Ausstattungselemente in ihrer Materialität und Formensprache. Denkmalgerechte Anpassungen sind möglich. Zu erhalten sind Fassaden und Dachpartien, die Tragestruktur des Dachwerks, die grundrissliche Raumstruktur, alle bauzeitlichen Fenster und Türen sowie die baukünstlerischen Schmuckelemente. Situationswert/Umgebung: Zu erhalten und zu pflegen ist die ortsbauliche Situation mit ihrer charakteristischen Umgebung, in welcher das wertvolle Objekt wirkt und wahrgenommen wird sowie die freistehende Stellung mit den umgebenden Freiräumen. Dokumentation: Brandkataster Staatsarchiv TG. - Amt für Denkmalpflege, Archiv. |