Gemeinde | Bischofszell | ||
Ortsgemeinde 1970 | Bischofszell | ||
Siedlung | Bischofszell | ||
Flurnamengebiet | Altstadt | ||
Namenbuch | Spitool, Altstadt, Hirscheplatz, Schloss, Roosestogg, Räbstogg, Giil, Helzerhuus, Gruebplatz, Hoofplatz, Pelikaan, Bischofzäll, Verloores Loch | ||
Strasse | Marktgasse 4 | ||
Assek-Nr. | 13/0-0001 | ||
Parzelle | 765 |
Schutzziele | Eigenwert: Zu erhalten und zu pflegen ist die Substanz des Gebäudes, das im Äusseren von herausragender und im Inneren von überragender kulturhistorischer Bedeutung ist. Substanziell zu erhalten sind im Äusseren die für den Gesamtbau charakteristischen Konstruktions- und Gestaltungselemente. Substanziell zu erhalten sind im Inneren die historischen Oberflächen und Ausstattungselemente in ihrer Materialität und Formensprache. Denkmalgerechte Anpassungen sind möglich. Schutzumfang: Die Detaillierung des Schutzumfangs ist anhand eines konkreten Bau- oder Veräusserungsvorhabens mit dem Amt für Denkmalpflege sowie der Gemeinde zu definieren. Situationswert/Umgebung: Zu erhalten und zu pflegen ist die ortsbauliche Situation mit ihrer charakteristischen Umgebung, in welcher das wertvolle Objekt wirkt und wahrgenommen wird. |
Nutzungsplanung | Altstadtzone, Weitere Ueberlagerung, Zone archaeologischer Funde, Umgebungsschutzzone, ÖREB-Kulturobjekt | ||
Ortsbildinventar nach ISOS | Gebiet 1 (A-Gebiet), Einzelelement 1.0.5 (Schützenswertes Einzelelement) |
Koord. Ost | 2735768 | Koord. Nord | 1261877 |
Heutige Nutzung | Museumsgebäude | ||
Ursp. Nutzung | |||
Gebäudename | Oberst-Laagerhaus, Grubenmannhaus | ||
Schutzstatus | Schutz rechtskräftig | ||
Aktuelle Einstufung | besonders wertvoll, Erstes Inventar | 2000 | |
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Instanz | Verzeichnis | Eintrag | Datum |
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Gemeinde | Schutzplan Natur- und Kulturobjekte | 19.09.2022 | |
Bund | Kulturgüterinventar KGS | B-Objekt (Sammlung) | 01.01.2015 |
Bund | Schutzliste Bundesamt für Kultur (BAK) | ö.-r. Anmerkung | 12.03.2013 |
Bund | Kulturgüterinventar KGS | A-Objekt | 27.11.2009 |
Bund | Schutzliste Bundesamt für Kultur (BAK) | Dienstbarkeit | 26.06.1973 |
Ebenmässiger dreigeschossiger Verputzbau mit lukarnenbesetztem Mansarddach und getrepptem südlichem Giebelschild; südseitig mit dem firsthöheren Zeitglockenturm, nordseitig mit dem gleich hohen Haus Marktgasse 6 zusammengebaut. Symmetrische, mittels aufgemalter Eckquaderung eingebundene fünfachsige Gassenfront; das aus der Zeit um 1820 stammende Portal besitzt eine gequaderte Einrahmung und einen Scheitelstein; die doppelflügelige Holztüre ist mit Schuppenpilastern, Festons und Lorbeerkränzen reich verziert und verfügt über ein Oberlicht mit schönem Arabeskengitter. Schwarz- und goldbemalte Vergitterungen (analog zum Haus Kirchgasse 5) finden sich an den Erdgeschossfenstern. Breite, verputzte Dachkehle. Schmucklose südliche Giebelflanke mit schmalem Rundbogeneingang sowie formal entsprechendem, hoch angesetztem Aufzugstor. An den Obergeschossen der vierachsigen Grabenfassade Balusterbalkone unterschiedlicher Längen; im Erdgeschoss eine Nebentüre mit Treppenabgang zum diesseitigen, durch einen Brunnen belebten Hofgelände. Das Gebäudeinnere birgt die ganz nach Grubenmannscher Art um einen Lichthof geführte Balustertreppe sowie eine Régencestuckdecke im Erdgeschoss. Eine detaillierte Befundaufnahme des Kellers steht noch aus. Gepflästerter Trottoirbereich; gekiester Hofraum. Beim Brand von 1743 (Grundriss von oder nach Grubenmann, Nr. 37 und Nr. 38) zerstört und im Folgejahr - über den Grundrissen zweier 'Unter den Säulen' genannter Vorgängerbauten - neu errichtet; seit 1969 Eigentum der Stadt Bischofszell und seit 1972 Domizil des Ortsmuseums (www.museum-bischofszell.ch). Auf der um 1760 angefertigten Stadtvedute (getuschte Zeichnung, vermutlich von Georg Wilhelm von Weissensee) in heutiger Gestalt wiedergegeben; der Bischofszeller Gassenprospekt (Kopie von Corradi nach anonymem, arg beschädigtem Original im Ortsmuseum Bischofszell) dokumentiert überdies die Situation von vor 1743: Das 'Unter den Säulen' geheissene Haus erscheint hier mit den charakteristischen Erdgeschossarkaden, eckumlaufender Fensterreihung und teilweise riegelsichtiger Gassenfront. Baujahr/-zeit: 1744 Bauherrschaft: Wolffriedrich Zwinger Architekt/Planer: Gebrüder Grubenmann Umbauten/Renov.: um 1905/06: Umbau durch Brenner & Stutz, Architekten, Frauenfeld 1969: Umbau und Restaurierung durch Karl Häberli, Architekt, Bischofszell, und die Thurgauer Denkmalpflege Dokumentation: Killer, Josef: Die Werke der Baumeister Grubenmann. Basel 1985. S. 161-167. - Knoepfli, Albert. Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau. Band 3: Der Bezirk Bischofszell. Basel 1962. S. 234-235. - Kunstführer durch die Schweiz. Hg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Band 1. Wabern 1971. S. 644. - Brandkataster Staatsarchiv TG. - Amt für Denkmalpflege, Budget-Berichte 1973, S. 56ff. - Güntert, Gabriela. Sie bauten den Thurgau: Die Architekten Brenner. Denkmalpflege im Thurgau 6. Frauenfeld 2004. Nr. 215. - Bauernhausforschung im Kanton Thurgau. Grundlagenkartei. Verfasst von Erika Tanner, ca. 1986-98 (Amt für Denkmalpflege); mit weiterführenden Angaben. - Knöpfli, Albert. Der rote Hahn zu Bischofszell. Geschichte des grossen Brandes von 1743. Bischofszell 1943, S.122. - Thalmann, Alex. Rundgang über vier Stockwerke. In: Die Erweiterung des Museums Bischofszell. Hg. Thrugauische Museumsgesellschaft. Frauenfeld 1999. S. 51ff. |
Kat.Jahr/Nr. Eigentümer (Uebernahme-Jahr) Bauperiode/Assekuranzwert/Hinweise 1808/1 Daller Georg Friedrich 1808 fl. 6'000 WH M . Scherb Jb. Christoph (20) . . . . . . . . 1821/1 Scherb Jacob Christoph . . . . Scherb Wwe. (48) . . . . . . . . 1851/1 Scherb Jacob Christoph 1851 Fr. 12'730 WH M . sel. Wwe. . . . . Dr.Scherb, Sohn (58) . . . . . . . . 1862/1 Dr.Scherb August, 1862 Fr. 18'000 WH M . Regierungsrat . . . . Altwegg Wwe. & Söhne (64) . . . . . . . . 1877/1 Altweg Nanette Wwe. 1877 Fr. 28'000 WH M . Bachofner Anna Wwe. (87) . . . . Bachofner Wwe., Erben (88) 1888 Fr. 24'000 § 24b . . . . . 1897/1 Bachofner Gebrüder 1897 Fr. 32'000 ? . Laager Gustav Eduard (05) 1905 Fr. 25'000 ? . . 1908 Fr. 60'000 ? . . . . . 1911/1 Laager Gustav Eduard 1911 Fr. 60'000 WH M . . 1924 Fr. 90'000 § 22a . . . . . 1927/1 Laager Gustav Eduard 1927 Fr. 90'000 WH M . Laager Helen und . . . . Viktor (31) . . . . . . . . 1947/1 Laager Helen und Viktor 1947 Fr. 90'000 . . . 1951 Fr.220'000 . . . 1965 Fr.370'000 WH M . Munizipalgemeinde (69) . . .