Gemeinde | Aadorf | ||
Ortsgemeinde 1970 | Aadorf | ||
Siedlung | Aadorf | ||
Flurnamengebiet | Sulzerwise | ||
Namenbuch | Lufthänki, Sulzerwise | ||
Strasse | Sulzerhof 7 | ||
Assek-Nr. | 01/1-0011 | ||
Parzelle | 1532 |
Schutzziele | Eigenwert: Zu erhalten und zu pflegen ist die Substanz des Gebäudes, das im Äusseren von herausragender und im Inneren von überragender kulturhistorischer Bedeutung ist. Substanziell zu erhalten sind im Äusseren die für den Gesamtbau charakteristischen Konstruktions- und Gestaltungselemente. Substanziell zu erhalten sind im Inneren die historischen Oberflächen und Ausstattungselemente in ihrer Materialität und Formensprache. Denkmalgerechte Anpassungen sind möglich. Schutzumfang: Die Detaillierung des Schutzumfangs ist anhand eines konkreten Bau- oder Veräusserungsvorhabens mit dem Amt für Denkmalpflege sowie der Gemeinde zu definieren. Situationswert/Umgebung: Zu erhalten und zu pflegen ist die ortsbauliche Situation mit ihrer charakteristischen Umgebung, in welcher das wertvolle Objekt wirkt und wahrgenommen wird. |
Nutzungsplanung | Landwirtschaftszone, ÖREB-Kulturobjekt | ||
Ortsbildinventar nach ISOS |
Koord. Ost | 2709636 | Koord. Nord | 1261590 |
Heutige Nutzung | Scheune | ||
Ursp. Nutzung | |||
Gebäudename | Tröckneturm | ||
Schutzstatus | Schutz rechtskräftig | ||
Aktuelle Einstufung | wertvoll, Ordentliche Revision | 2003 | |
Link zu den Einstufungskategorien | |||
Erstes Inventar | 1995 |
Instanz | Verzeichnis | Eintrag | Datum |
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Bund | Kulturgüterinventar KGS | B-Objekt | 01.02.2012 |
Gemeinde | Schutzplan Kulturobjekte | 16.01.2004 |
Turm zum Trocknen der gefärbten Textilien; zur ehemaligen Sulzer'schen Rotfärberei gehörend (abgebrochen 1895 und 1936). Fertiggestellt 1847 ('Obere Warm- und Lufthänge'), da auf dem Fabrikgelände unten an der Lützelmurg zu wenig Platz für einen weiteren Tröckneturm war. Voluminöser, kubischer Holz/Fachwerkbau mit ausladendem Zeltdach und vorkragendem Umgang zum Aushängen der Stoffbahnen, mit kräftig ausgebildeten Langstreben. Ostfassade mit hohen, rundbogigen Erdgeschossfenstern. Der Turm ist im heutigen Zustand in der Höhe stark verkürzt. Beherbergt das letzte bekannte Beispiel einer Feuerrohr-Heizanlage in der Schweiz (1846). Nördlich des Sulzer'schen Villenkomplexes und oberhalb der Lützelmurg gelegen; Wieslandumgebung. Auf Siegfriedkarte (1883) verzeichnet. Wichtiger und seltener Zeuge der Industriegeschichte. Dokumentation: Albert Knoepfli. Geschichte von Aadorf. Festschrift zum 1100-Jahr-Jubiläum. Aadorf/Frauenfeld 1987, S. 348-354. - Johann Nater. Geschichte von Aadorf und Umgebung. Frauenfeld 1898, S. 686-688. - Bauernhausforschung im Kanton Thurgau. Grundlagenkartei. Verfasst von Erika Tanner, ca. 1986-1998 (Deponiert im Amt für Denkmalpflege); mit weiterführenden Angaben. - Klaus Sulzer. Vom Zeugdruck zur Rotfärberei. Heinrich Sulzer (1800-1876) und die Türkischrot-Färberei Aadorf. Zürich 1991, Abb. 24, 26. - Hans-Peter Bärtschi. Rotfarb Aadorf: Heizsystem von 1846. Winterthur 2002. - Ein Fall für... Die Denkmalstiftung Thurgau. Denkmalpflege im Thurgau 14. Basel 2012, S. 83. - Brandkataster Staatsarchiv TG. |
Zur Baugeschichte: Vermutlich zwischen 1835 und 1852 als Warm- und Lufthänge erbaut. Ab ca. 1895 als Gewächshaus und Holzschopf verzeichnet; Mauer, Riegel, Holz. Starke Wertvermehrung 1893. Eigentümer (Uebernahmejahr): Heinrich Sulzer, Heinrich Sulzer & Cie. (1884 oder 1888), Heinrich Sulzer, Erben (1924), Wwe. Sulzer-Jäck (um 1925).